Mit eigenwilliger Poesie erzählt Marie T. Martin von ihren dünnhäutigen Helden, für die ein fremder Wohnungsschlüssel den Eintritt in ein neues Leben verspricht, die all ihre Hoffnungen auf einen spontanen Urlaub mit dem alten Schulfreund oder auf die Antwort ihrer geheimen Luftpost richten, und die manchmal von dieser Hoffnung nicht enttäuscht werden. Zumindest für einen kurzen Moment.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 20.09.2011
Oder handelt es sich doch um zwei verschiedene Autorinnen am Werk? Für Andrea Diener ist das durchaus im Bereich des Möglichen, derart unterschiedlich kommen die Geschichten in diesem Band daher, qualitativ. Der einen Autorin möchte Diener zurufen: Mädchen! Schreib doch nicht immer wie ein Mädchen (aus der Leipziger Mädchenschreibwerkstatt), nicht so hellblau, so poetisch, lakonisch, schräg, dass es wehtut. Der anderen: Wunderbare Story! Geschrieben mit Interesse an den Menschen (nicht Mädchen) und ihrem Gekraxel, mit Gespür und Auge und einer Sprache, die noch was anderes will, als poetisch zu sein.
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