Ratsmitglieder in deutschen Großstädten befinden sich in einem Dilemma: Auf der einen Seite sind sie formal ehrenamtliche Feierabendpolitiker, auf der anderen Seite ist die Mandatsausübung mit einem sehr hohen Zeitaufwand verbunden. Marion Reiser untersucht, welche individuellen Strategien die Ratsmitglieder anwenden, um Beruf und Mandat zu vereinbaren, und ob dieser hohe Zeitaufwand zu einer schleichenden Professionalisierung der Kommunalpolitik führt. Am Beispiel von vier deutschen Großstädten - Frankfurt am Main, Hannover, Nürnberg und Stuttgart - zeigt sie, dass solche Professionalisierungsprozesse tatsächlich stattfinden, sich jedoch nach Grad und Muster von Stadt zu Stadt überraschend stark unterscheiden.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 06.12.2006
Von einer schleichenden Professionalisierung der Kommunalpolitik berichte Marion Reiser in seiner "lesenswerten" Studie. Rezensent Joachim Becker zitiert als weitere "überraschende" Erkenntnis, dass in den örtlichen Gremien dennoch nicht überproportional viele Rentner oder Studenten sitzen. Die Vorstellung vom ehrenamtlichen Mandatsträger müsse somit korrigiert werden. Eine vor Jahren ausgegebene Leitlinie zur Entlastung ehrenamtlicher Kommunalpolitiker hat sich Marion Reiser zufolge als nicht durchsetzbar erwiesen. Für den Rezensenten liefert die Studie aber nicht nur interessante Erkenntnisse, auch "Rat und Orientierung" könne der Leser hier erhalten.
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