Marius Risi

Alltag und Fest in der Schweiz

Eine kleine Volkskunde des kulturellen Wandels
Cover: Alltag und Fest in der Schweiz
Pro Helvetia, Zürich 2003
ISBN 9783907622544
Broschiert, 111 Seiten, 13,80 EUR

Klappentext

Zu den gängigsten Bildern aus der Kategorie "Land und Leute in der Schweiz" gehören das erhabene Bergpanorama und der urchige Älpler. Das "Schweizerische" ist heutzutage untrennbar mit dem "Alpinen" verknüpft. Was uns sowohl in der Außen- wie der Innenperspektive als Selbstverständlichkeit erscheint, ist tatsächlich ein historisches Produkt der letzten etwa 250 Jahre. In dieser Zeit entstand die Vorstellung einer "schweizerischen Volkskultur" mit all ihren typischen Repräsentationsobjekten und Sinngehalten. Die Kultur der Vielen - die kulturellen Praxen der großen Mehrheiten in der Bevölkerung - lässt sich aber nicht auf den engen Horizont folkloristischer Inszenierungen beschränken. Sie findet auch in den alltäglichen Lebenswelten statt, wo sie sich im Spannungsfeld von Innovation und Tradition ständig verändert.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 30.08.2003

Hat sich denn gar nichts verändert in der Schweiz?, fragt der mit "rox" zeichnende Rezensent und findet in Marius Risis kleiner kulturgeschichtlicher Studie eine erwartungsgemäß mittelwegige Antwort. Die "gängigen Stereotypen" von "Käse, Bergen und Kuhglocken" existierten nicht bloß in den Köpfen, würden aber des öfteren von weit unidyllischeren Tatsachen wie etwa stundenlangem Stau vor dem Gotthard-Tunnel verdrängt. Risis' Beobachtungen reichen von der "Erfindung" der "pittoresken Schweiz" im 18. Jahrhundert bis zur derzeitigen "Kultur der Vielheit" und vermitteln, so der Rezensent, einen Einblick in die Vielfältigkeit "kultureller Prozesse".

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