Mit Texten von Blaise Willa. Der Fotograf Yves Leresche ist 1990, sechs Monate nach dem Sturz Ceaucescus, im Rahmen eines humanitären Programmes zum ersten Mal nach Rumänien gereist. Dies sollte der Beginn einer über zehn Jahre dauernden Reise mit den Rroma durch ganz Rumänien werden. Mit seiner Arbeit will Yves Leresche gegen die Stereotypen über die Gemeinschaft der Rroma ankämpfen. Seine Reportagearbeit dokumentiert das vergangene Jahrzehnt in Rumänien, wo nach Schätzungen bis zu 3 Millionen Rroma leben, und hält es für die Nachwelt fest. Leresche übersetzt die soziale und politische Problematik der Rroma in Bilder, die geprägt sind von einer tiefen Aufrichtigkeit und einer starken emotionalen Intensität.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 25.03.2003
Zehn Jahre lang, berichtet Rezensentin Sonja Zekri, hat der Schweizer Fotograf Yves Leresche das Leben der Roma in Rumänien studiert, hat mit ihnen im Winterquartier in einem kleinen Dorf im Norden des Landes und im Sommerquartier in den Bergen gelebt. Die dabei entstandenen Bilder zeigen laut Zekri Hochzeiten und Begräbnisse, Mütter, die ihre Kinder auf einer Müllhalde stillen, und Männer ebenso in flachen Machoposen wie in tiefer Spiritualität. Auch wenn für die Rezensentin die Gefahr der Verklärung in diesem Band manchmal mit den Händen zu greifen ist, lobt sie doch vor allem, dass Leresches Bilder Einblick in eine Welt bieten, wie man sie so archaisch in Europa eigentlich nicht mehr vermutet hätte.
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