Wie in früheren Büchern verbindet Paul Parin erzählende und reflektierende Prosa, Essays, Parabeln und autobiografische Texte zu einer ganz eigenen literarischen Form: Geschichten, vorgetragen in einer trügerisch einfachen Sprache, deren Sog kein Leser so leicht widerstehen kann. Zugleich sind es nachdenkliche Texte, in denen Paul Parin sich selbst befragt, über die eigenen Ziele Rechenschaft ablegt, in denen er das Abenteuer Leben an der Seite Goldys Revue passieren lässt: die gemeinsamen Expeditionen und wissenschaftlichen Erkundungen, die Reisen in Afrika, im Zweistromland, in Tibet, mit denen sie die wissenschaftliche Ethnopsychoanalyse begründeten, die politischen Ziele und Aktivitäten aus 50 Jahren.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 17.08.2001
Hans-Jürgen Heinrichs macht kein Geheimnis daraus, dass er Parin für "einen begnadeten Geschichtenerzähler" hält. Dabei stellt der Rezensent klar, dass es sich hier nicht um fiktive Personen handelt, die in den Erzählungen vorkommen, sondern dass Parin vielmehr "Lebens-Geschichten" erzählt, Geschichten, die sich vor allem aus seinen Erinnerungen, Erlebnissen und Begegnungen mit fremden Kulturen speisen. Heinrichs bezeichnet Parin als einen "der letzten großen Einzelgänger des 20. Jahrhunderts", was durchaus als Lob zu verstehen ist. Und weiter noch: Parin sei "ein Repräsentant einer gesellschafts- und kulturkritisch fundierten Wissenschaft", der vor allem von seiner Neugierde angetrieben werde. In den vorliegenden Erzählungen passiert nach Heinrichs nichts wirklich Ungewöhnliches. Es scheint dem Rezensenten vielmehr so, als wenn jemand "seinen Blick schweifen" lasse, wobei sich der Blickwinkel stets ändere.
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