Aus dem Englischen von Ulrich Enderwitz und Monika Noll. Heute eines der billigsten Lebensmittel überhaupt, war Salz einst so kostbar wie Gold. Kaum ein Stoff, um dessentwillen mehr Kriege geführt, Handelsstraßen entdeckt, Allianzen gegründet und Menschen ausgebeutet wurden - obwohl er Meere füllt und auf der Erde im Überfluss vorhanden ist. Die Geschichte der kleinen weißen Körner ist so spannend wie die Geschichte der Menschheit selbst. Mark Kurlansky folgt ihrer Spur von den alten Weltreichen bis zur modernen Gastronomie. Ein ebenso leichtfüßiger wie lehrreicher Streifzug durch die Geschichte eines Minerals, das die Menschheit bewegte.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 28.03.2003
Wer den Titel dieser kulturgeschichtlichen Studie "zunächst für großspurig" hält, wird nach der Lektüre anders darüber denken, verspricht Florian Welle. Er hat das Buch offenbar mit großem Interesse und Vergnügen gelesen. Geschickt verbinde der Autor Mark Kuransky "Politik-, Protest-, Wirtschafts-, Konsum- und Nahrungsgeschichte" zu einem überaus "vergnüglichen" und "spannenden" Leseerlebnis. Die Bedeutung des weißen Goldes wird eher "beiläufig" erörtert, so Welle, denn Kurlansky verknüpfe überaus "geschickt" die "große Geschichte mit der kleinen", also die "Entstehung von Weltreichen" wie China, Ägypten oder Rom, mit der Geschichte des Essens und somit des Salzes.
Rezensionsnotiz zu
Die Zeit, 02.10.2002
Sabine Sütterlin stellt ein umfassendes Kompendium zur Kulturgeschichte des Salzes vor, das der New Yorker Journalist Mark Kurlansky verfasst hat. Schon vor etwa 5.000 Jahren entdeckten die Chinesen eine professionelle Methode zur Salzgewinnung, so Sütterlin, später verlangten die Kaiser ihren Untertanen sogar Salzsteuern ab. Salz war ein Machtfaktor und jahrhundertelang eine enorme Einnahmequelle, plaudert Sütterlin aus ihrem neu erworbenen Wissensschatz. Die Ägypter nutzten es zur Mumifizierung; ob Balsamierungstechniken oder Rezepte für altrömische Gewürzsausen, Kurlansksys 500 Seiten starkes Buch begleitet Handel und Wandel in der Geschichte des Salzes, berichtet von der schweren Arbeit in den Salzminen und erläutert den modernen Kult um edle Meersalzsorten. Bei Erwähnung eines spezifischen Hamburger Salzbrauchs kommen bei der Rezensentin allerdings Zweifel über die Solidität der Recherche auf; Quellennachweise fehlen nämlich, dafür gibt es hinten eine Bibliografie.
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