Aus dem Englischen von Volker Zimmermann. 1887 auf dem Hudson River. Der Kapitän Sailor Twain hat eine verwundete Meerjungfrau bei sich aufgenommen. Während er ihr zunehmend verfällt, versucht ein französischer Edelmann seinen Fluch, der ihn auf dem Schiff gefangen hält, loszuwerden. Als ein Autor, der ein Buch über die Mythologie von Flussgeistern verfasst hat, das Schiff betritt, und die Meerjungfrau verschwindet, spitzen sich die Ereignisse zu. Sailor Twain kommt dem dunklen und gefährlichen Geheimnis der Meerjungfrau im Hudson auf die Spur ...
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 10.01.2014
Elijah Twain, ausgerechnet Kapitän des Dampfschiffs "Lorelei", fischt eines Tages eine verwundete Nixe aus dem Hudson, päppelt sie mit reichlich Fisch auf und wird mit einer waschechten Muse belohnt, und das alles am Ende des fortschrittshörigen neunzehnten Jahrhunderts, fasst Christoph Haas das Grundszenario von Mark Siegels Comic "Sailor Twain" zusammen. Die Idee gefällt dem Rezensenten, Siegels Umsetzung weniger, dem Autor steht sein eigener Erfindungsreichtum im Weg, so Haas, weil er oft nicht der eigentlichen Geschichte diene. Und auch die Zeichnungen haben den Rezensenten nicht durchgehend überzeugt: vor allem die Actionszenen haben etwas "Naives, Schülerhaftes", findet Haas, der aber auch Siegels Potential erkannt hat und hofft, dass der sich in seiner nächsten Arbeit mehr auf die Geschichte und seine zeichnerischen Stärken besinnt.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 03.01.2014
Rezensentin Laura Wagner gefallen besonders die Holzkohlezeichnungen, die Mark Siegel für seinen Comic "Sailor Twain oder Die Meerjungfrau im Hudson" verwendet hat: sie unterstützen die mystische Atmosphäre und erlauben dem Zeichner ein spannendes Spiel mit Licht und Schatten, lobt sie. Siegel erzählt die Geschichte des Raddampferkapitäns Elijah Twain, der eines Tages eine verwundete Meerjungfrau aus dem Fluss fischt und ihr verfällt, fasst Wagner zusammen. Gleichzeitig ist der Schiffseigentümer ganz in Ahab-Manier auf der Suche nach eben jener Nixe, die er meint töten zu müssen, um seinen verschollenen Bruder zu retten. Siegel lässt viel Raum für die eigene Phantasie, vor allem seine intertextuellen Anspielungen laden zum Rätseln ein, erklärt die Rezensentin ohne erkennbare Freude.
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