Mit einem Vorwort von Günter Wallraff. Jeder von uns wird alt. Viele werden sich im Alter einem Heim anvertrauen müssen. Doch können wir vertrauen? Dieses Buch wirft einen Blick hinter die Kulissen von Pflegeeinrichtungen und berichtet von teilweise entsetzlichen Zuständen. Selbst hinter schönen Fassaden werden Bewohner bis zum Dahinsiechen vernachlässigt, Arbeitskräfte ausgebeutet, Pflegesätze und private Gelder veruntreut.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14.11.2005
Bedrückt ist Gerd Roellecke nach der Lektüre von Markus Breitscheidels Buch über den "Alltag in deutschen Pflegeheimen". Den Autor charakterisiert er als einen "redlichen, idealistischen Mensch", der gut erzählen könne. Wie er berichtet, war Breitscheidel leitender Angestellter, bis ihn das Schicksal alter Menschen zu bewegen begann. Als ungelernter Altenpfleger habe er sich in mehreren Altenheimen verdingt, wobei nach seiner Qualifikation kaum gefragt wurde. Breitscheidels Bericht aus dem Pflegealltag, über einzelne Fälle, über Demenzkranke, die ewige Zeitnot, die Überforderung des Personals, die Organisation von Heimen und über die Behördenaufsicht beurteilt Roellecke als "plausibel". Die einzige Schwäche der Darstellung sieht er darin, dass sie ihr zentrales Problem, die Schwäche der Alten, nicht wirklich variieren könne. Lobend erwähnt er dagegen Breitscheidels "Vorschläge und Anregungen für ein würdevolles Leben im Alter" und die hinzugefügten bedenkenswerten Überlegungen eines Psychiaters und einer Pflegewissenschaftlerin. Überhaupt ist Roellecke dem Autor dankbar dafür, dass er den Leser zwingt, sich mit elementaren Fragen über den Umgang unserer Gesellschaft mit den alten Alten auseinander zu setzen.
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