Markus Orths

Irgendwann ist Schluss

Erzählungen
Cover: Irgendwann ist Schluss
Schöffling und Co. Verlag, Frankfurt am Main 2013
ISBN 9783895614729
Gebunden, 248 Seiten, 19,95 EUR

Klappentext

Das Leben ist ein wilder Kampf und die Sprache die wichtigste Waffe. Markus Orths erzählt von Menschen, die sich gegen uralte Ängste wehren und gegen konkrete existenzielle Bedrohungen; Menschen, die um Liebe und Erkenntnis ringen, um Sicherheit, Würde und Selbstbestimmung: Ein Mann flüchtet sich vor vermeintlichen Feinden in den Palast seiner Kindheit und wird dabei zu einem Gefangenen seiner selbst. Ein Wutbürger verklagt die Bundesrepublik Deutschland. Ein Konzernchef wird in die Falle gelockt und mit seinen Opfern konfrontiert. Überall geht es ums Ganze: beim Therapeuten, auf einer einsamen Insel, beim Ghostwriting von Dissertationen oder bei der abenteuerlichen Suche nach dem lang Ersehnten. Unbekümmert werden die Rollen getauscht, Erwartungen durchbrochen und jede Menge Haken geschlagen. Und immer wieder schreit oder flüstert jemand: "Irgendwann ist Schluss."

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 23.05.2013

Zumindest einige der hier versammelten Geschichten hat Rezensentin Kristina Maidt-Zinke ganz gern gelesen. Die Hauptfiguren in Markus Orths Erzählungen sind meistens einem Wahn verfallen, der durch äußere Ereignisse oft noch verstärkt wird, so die Kritikern. Im Gegensatz dazu sei Orths Erzählstil von "geradezu buchhalterischer Nüchternheit". Das kann, wie in der Eingangserzählung, arg öde werden, meint die Rezensentin. Aber wenn es gut geht, entsteht aus dem Gegensatz unterschwelliger Horror oder eine Groteske, über die sich die Kritikerin durchaus amüsieren kann.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 09.03.2013

Von hinten gelesen kommt man in Markus Orths' Erzählungsband "Irgendwann ist Schluss" sofort zu den besten Texten des Bandes, meint Rezensent Jochen Hieber, der zwar nicht alles gleichermaßen brillant findet, sich aber insgesamt hervorragend und niveauvoll unterhalten sieht. Besonders lobt er also das letzte Stück, das die Mutter des Ich-Erzählers in einem Telefonmonolog ohne Übergangsschwierigkeiten vom Unkrautzupfen bis zu den letzten Dingen gelangen lässt. Ein zweites Glanzstück findet Hieber in der Erzählung "Shot to Nothing", in der er detailliert, sinnlich, tiefsinnig und vor allem erstmalig in der deutschsprachigen Literatur Poolbillard prominent behandelt sieht, das ja, wie man in England schon lange weiß und bei Orths vortrefflich belegt findet, nicht nur ein Sport, sondern vor allem eine "Seinsweise" ist, wie uns der Rezensent wissen lässt.
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