Aus dem Niederländischen von Birgit Erdmann. Schon als Kind sieht Jonas das Meer und weiß sofort, dass er dort zuhause ist. Nicht nur am Strand stehen, schwimmen oder segeln. Er möchte eins mit dem Meer sein und nie wieder an Land gehen. Er verbringt sein ganzes Leben damit, am Strand nach angeschwemmten Objekten zu suchen, um bizarre Installationen zu bauen, die ihm auf dem Weg zu einem neuen Leben unter den Fischen helfen sollen. Jetzt, wo Jonas alt ist, muss er sich den Grenzen seiner Erfindungen und seines Körpers stellen. Die Zeit läuft davon, seinen Traum noch verwirklichen zu können.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 17.03.2021
Rezensentin Sylvia Schwab folgt dem Traum von einer Reise unter Wasser durch ein ganzes Menschenleben mit Marlies van der Wels Bilderbuch. Die Sehnsucht der Hauptfigur nach dem Meer vermittelt sich der Rezensentin vor allem durch die aquarellartigen, farbenfrohen Bilder im Band, denen sich der Text laut Schwab "anschmiegt". Eine Parabel über den Lebenssinn, meint die Rezensentin, die, obgleich dem Film "Jonas and the Sea" zugehörig, doch als eigenständiges Kunstwerk funktioniert.
Caroline Wahl: 1999 Meter über dem Meer Der Selbstfindungstrip nach Bali? Samara hat niemanden gefunden. Die hippe Agentur in Berlin-Mitte? So öde wie irgendein anderer Job. Samara weiß, was sie alles nicht mehr… Valeria Gordeev: Die Zikade entschlüpft ihrer goldglänzenden Hülle Konstantin und Lada haben den Kontakt verloren. Während Konstantin in einem unterirdischen Forschungslabor festsitzt, das Lenins Leichnam konserviert, kämpft seine Schwester… Dana Vowinckel: Anton und Alma Anton und Alma lernen sich bei einem Schüleraustausch in der Bretagne kennen. Jahre später treffen sie sich auf einer Party wieder. Beide kommen aus Berlin und studieren… Shida Bazyar: Die Lücken Heimesbach im Hunsrück ist ein fiktiver Ort, an dem sich neunzig Jahre deutscher Geschichte in die Mauern und Biografien eingenistet haben. Es ist eine Gemeinde, die ihre…