Auch Menschen sind nur Tiere. Unsere Persönlichkeiten sind daher zutiefst mit unseren Körpern verbunden. Menschen neigen aber dazu, die Biologie des Körpers mit ideologischen Vorstellungen von Rasse, Sex und Vererbung zu überfrachten. Mitreißend zählt Martin Bleif all das auf, was wir wissen sollten, um über die Biologie des Menschen sachlich und ideologiefrei mitreden zu können. Mythen von Volk und Rasse, Sex und Gender, Vererbung oder Erziehung, die Versuche im "Dritten Reich", Menschen zu züchten, oder die Selbstoptimierungsphantasien in Leistungsgesellschaften belegen, dass wir Menschen das Verhältnis zu unserem Körper klären müssen. Martin Bleif schildert das Wunder unserer körperlichen und neurologischen Grundausstattung.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 22.02.2022
Rezensent Burkhard Müller schreibt sich in Rage angesichts dieses Buches des Mediziners, Literatur- und Sprachwissenschaftlers Martin Bleif, das für den Rezensenten ein Dokument des Scheiterns ist. Bleif ist bei weitem nicht der einzige Autor, der, vor allem in jüngster Zeit, das Bewusstsein beziehungsweise "die Menschlichkeit" biologisch erklären will, räumt der Kritiker ein. Aber genau das macht es für Müller so ärgerlich: Immer wieder missglücke der Versuch, immer wieder machten die Autoren die gleichen Fehler. Auch Bleifs Argumentation krache zusammen, wenn er zu dem Moment kommt, an dem das Bewusstsein entsteht und dieses "metaphysische Wunder" zu ergründen versucht. Was bleibt, sind "abstruse Spekulationen", "kategoriale Fehler" - und etwas, das Müller nicht mehr als Wissenschaft bezeichnen möchte.
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