Die Erfindung des Computers ist die letzte große Kultur-Revolution der Gegenwart. Sie steht in der Folge eines Prozesses, in dem sich das Denken zunehmend der Logik der Maschine angeglichen hat. Dieses Buch verfolgt zwei Grundfragen: Wie vollziehen sich kulturelle Umbrüche, und welche Rolle spielen dabei Maschinen? In einem Bogen von der vorchristlichen Zeit bis in die Gegenwart untersucht Martin Burckhardt die Triebkräfte unserer Kultur. Die Besonderheit des Buches liegt darin, Geistesgeschichte und Technikgeschichte zu verknüpfen.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 21.03.2000
Bernhard Dotzler lobt und kritisiert das neue Buch von Martin Buckhardt in einem Atemzug: als ungemein inspiriert und inspirierend, das zu ungeheuren Gedankenflügen anhebt bzw verleitet, dabei aber letztlich der Gefahr der Selbstgefälligkeit erliegt. "Vom Geist der Maschine" führt Burckhardts "Metamorphosen von Raum und Zeit" (1994) fort; ihn interessiert die geistige Dimension der Maschine als "Aggregat des kollektiven Selbstverständnisses", das er quer durch die Geschichte herauszufiltern und in großen thematischen Klammern zu fassen versucht. Ein ambitioniertes und sehr gebildetes Unterfangen, schreibt der Rezensent, aber letztlich auch ein "zu eingebildeter Versuch".
Rezensionsnotiz zu
Die Zeit, 09.12.1999
Mit großer Sympathie bespricht Dirk van Laak dieses Buch, auch wenn er einräumt, dass Übertragungen in der Art wie Burckhardt sie beschreibt ("eine Geschichte `von der Verdinglichung Gottes, seiner Eingemeindung und schließlich: seinem Verschwinden in den Gesetzen der Ratio`") nicht neu sind. Auch mache Burckhardt es dem Leser wegen "einer überbordenden Fülle von Assoziationen und Lacanschen Sprachspielen nicht eben leicht". Van Laak ist aber spürbar angetan von Burckhardts Geschichte, in der Zeichen und Systeme für organisatorische Zusammenhänge sorgen. Wo sonst kann man etwas über die wirklichen Beziehungen von Schrift, elektrischem Strom und dem Steuersystem lesen, besonders dann, wenn auch noch das Göttliche mit hineinspielt?
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.10.1999
Hierbei handelt es sich nicht um eine technikgeschichtliche Abhandlung, schreibt Jörg Ulrich in seiner wohlwollenden Kritik, sondern um einige "faszinierende" Interpretationen des Begriffs der Maschine, die aber wohl eher philosophisch ausfallen. Schon das im vorchristlichen Zeitalter eingeführte Alphabet begreife Burckhardt als "Maschine", weil die Zeichen sich hier in einer abstrahierenden Bewegung von den Dingen lösten und einen Denk- und Sachzwang auslösten. Die Geschichte der Maschine beschreibe Burckhardt als "symbolische Überwindung der materiellen Welt".
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