Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 29.12.2000
Anstrengend und amüsant zugleich fand Rezensent René Aguigah die Lektüre dieser Studien über den symbolischen Wandel des Geldes. Amüsant wegen der vielen Anekdoten, um die herum die Betrachtungen geschlungen werden. Anstrengend, weil zwar die "Kultursemiologie, ganz in der Tradition von Levi-Strauss", das Vorbild sei - aber ein unerreichtes eben. Nicht ohne Sympathie werden ein paar hübsche Geschichten und dazugehörige Theorien dann auch erzählt und ordentlich diskutiert. Doch bald ist die Kritikergeduld dann verbraucht. Oft, findet Aguigah nämlich, sei die Fallhöhe zwischen "begrifflichem Aufwand und analytischem Ertrag" so enorm, dass "sie nichts als Komik" erzeuge. Der Rezensent ortet eine Quelle der Misere in der Barthes-Verehrung von Autor Ricci, die allerdings den "fundamental politischen Impuls" vermissen lasse, mit der Barthes sein "semiologisches Abenteuer" bis zuletzt aufgeladen habe und bloß noch schick daher komme.
Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Karl Ove Knausgard: Arendal Aus dem Norwegischen von Paul Berf. Wo ist dein Platz im Leben? Wohin gehörst du? Wo liegen deine wahren Gefühle?Wir schreiben das Jahr 1976. Syvert Løyning ist nach einer…