Naturkapital wurde in den letzten Jahren als grundlegender Produktionsfaktor wiederentdeckt. Der Band erörtert ökonomische Theorien zur Nachhaltigkeit dieses Kapitals und hinterfragt die Substituierbarkeit von Natur, die Möglichkeiten der Reproduktion sowie die Visionen von unbegrenztem Wirtschaftswachstum im Hinblick auf eine zukunftsfähige Entwicklung.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 22.07.2002
Den von Martin Held und Hans G. Nutzinger herausgegebenen Sammelband über Nachhaltigkeit, der auf eine Tagung in der Evangelischen Akademie in Tutzing zurückgeht, findet Volker Wörl etwas problematisch. Auf dieser Tagung sei es weniger um "nachhaltiges Wirtschaften" als vielmehr um den Einfluss dieses recht "jungen Themas" auf die Wirtschaftwissenschaften gegangen. Und hier sieht der Rezensent den Haken. Denn die wirtschaftswissenschaftliche Sicht sei leider meistens rein "anthroprozentrisch", dabei sei es dringend notwendig, von dieser auf das Wohl des Menschen fokussierten Sicht hin zu einer "Biozentrik" zu kommen, die sämtliches Leben auf diesem Planenten miteinbeziehe. Nachhaltigkeit lässt sich nun mal besser mit technischen, psychologischen und naturwissenschaftlichen Argumenten diskutieren als mit ökonomischen, ist Wörl überzeugt.
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