Wie kann die sozial-ökologische Transformation einer Konsumerlebnisgesellschaft durch eine innere Transformation des Menschen unterstützt werden? Wie können wir lernen, weniger zu wollen, ohne etwas zu vermissen? Welche Formen des Persönlichkeitswachstums können das stetige Wirtschaftswachstum mindern? Antworten auf diese Fragen, die im Nachhaltigkeitsdiskurs immer noch nachrangig behandelt werden, liefert der Ansatz der "sechs psychischen Ressourcen für nachhaltige Lebensstile": Achtsamkeit, Genussfähigkeit, Selbstakzeptanz, Selbstwirksamkeit, Sinnkonstruktion und Solidarität können sowohl das individuelle Wohlbefinden fördern als auch die Motivation zu nachhaltigem Verhalten erhöhen. Auf der Basis von Reflexions- und Selbsterfahrungsprozessen in unterschiedlichen gesellschaftlichen Settings wie Schulen, Unternehmen und Wohnquartieren können sie eine sozial-ökologische Transformation unterstützen, die sich nicht im Rahmen von reinen Marketingmaßnahmen für eine nachhaltige Entwicklung umsetzen lässt.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 16.05.2022
Rezensent Christian Schüle empfiehlt wärmstens das Buch des Psychologieprofessors Marcel Hunecke. Glaubwürdig und lehrreich, da illusions- und moralfrei und ohne "billiges Kapitalismus-Bashing" schildert der Autor laut Schüle, wie wir in kleinen Schritten weg von einem konsumistischen und hin zu einem selbstbestimmten Leben voller Achtsamkeit und Solidarität gelangen. Zu schön, um wahr zu sein? Weil der Autor Sinn und Genuss feiert, scheint Schüle der Weg gangbar für jeden und jede. Den Schritt von da zur global wirksamen Nachhaltigkeit zeigt Hunecke ebenfalls auf, und zwar auf realistische Weise, stellt Schüle begeistert fest.
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