Als Geburtsstunde des Alpinismus gilt die Erstbesteigung des Mont Blanc 1786. Seither besteht die Geschichte des Bergsteigens aus einer Chronik der Erstbesteiger und ihres Ringens mit den höchsten Gipfeln. Aber neben dieser offiziellen Geschichte gibt es eine andere - denn vor den Erstbesteigern waren andere da: Bauern, Schmuggler, Fluchthelfer, Hirten. In dieser anderen Geschichte geht es nicht um Rekorde, sondern um die Menschen am Berg, um die Natur und auch um die Veränderung der Welt. Martin Krauß erzählt die Kulturgeschichte des Alpinismus neu, "von unten" - spannend, kenntnisreich und mit verblüffenden Funden aus der Schweiz.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 04.05.2013
Martin Krauß' Buch "Der Träger war immer schon vorher da" erscheint Michael Ott als "eine Art Gegengeschichte" des Bergsteigens. Anknüpfend an eine wachsende Zahl von Studien über die bislang vernachlässigten und dunklen Seiten der Geschichte des Alpinismus wendet sich der Autor den Bergführern, Trägern, Wilderern zu und befasst sich mit dem Antisemitismus im Alpinismus und der Funktionalisierung des Bergsports im Nationalsozialismus. Das Ergebnis fällt nach Ansicht des Rezensenten durchwachsen aus. Einerseits findet er die zahlreichen Anekdoten und Geschichten, die der Autor zusammengetragen hat, durchaus unterhaltsam. Andererseits kann er Krauß nicht den Vorwurf ersparen, sich in diesen Anekdoten zu verlieren und moniert zudem eine Reihe von Ungenauigkeiten und Fehlern. Insgesamt zeigt Ott viel Sympathie für Krauß' Ansatz einer "Ehrenrettung" der Namenlosen im Alpinismus, weist aber auch darauf hin, dass in diesem Buch einfach eine Menge fehlt.
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