Der Kameramann Marc Burth fährt mit seiner Familie in ein italienisches Bergdorf. Schon bald beunruhigen ihn merkwürdige Vorkommnisse. Eines Nachts findet er im Nachbarhaus einen Marokkaner, fast totgeprügelt nach Aussage des Opfers von Polizisten. Marc ist seine einzige Hoffnung. Er recherchiert und kann nicht fassen, worauf er stößt: ein staatliches Terrornetzwerk, in das auch deutsche Politiker involviert sind. Von der RAF bis zu Nato-Geheimarmeen während des Kalten Krieges, der Staat scheint sich mit Terroristen verbündet zu haben. Und möglicherweise tut er das noch immer auch dort oben, auf dem Berg, wo Marc und seine Familie plötzlich nicht mehr sicher sind. Martin Maurers Thriller nimmt uns das Vertrauen darauf, in Sicherheit zu leben; beschützt durch die Polizei, die Institutionen des Staates. Doch was, wenn dieser Staat gegen seine eigenen Werte verstößt?
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 09.07.2012
Den Einfall, dem verfolgten Helden dieses Thrillers ein Blog und einen Twitter-Account zu geben und mit dem Verschwinden desselben abbrechen zu lassen, hätte Rezensent Alard von Kittlitz fast gelungen gefunden, wenn es denn mehr geworden wäre als ein nur ein Einfall, um die Paranoia weiter anzuheizen, wenn Martin Maurer tatsächlich virtuelle Wahrheiten zum Thema gemacht hätte. So bleibt es Marketing für einen schwachen Thriller, der mit hölzernen Figuren und verwackelten Bildern verkündet, dass alles ganz anders sein kann als wir glauben: Dass nämlich BND, CIA und MI6 nicht nur wie einst die ominöse Truppe "Gladio" für rechten Terror verantwortlich sind, sondern auch für die Attentate der RAF, der Islamisten und alle übrigen Schandtaten dieser Welt.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 18.01.2011
Als Gedankenanstoß taugt das Buch laut Sylvia Staude ganz gut. Zumal der Autor sich auskennt mit Terror von Staatswegen, wie die Rezensentin versichert. Dass Martin Maurers Thrillerdebüt als Roman allerdings eher nicht überzeugt, wie wir aus Staudes knapper Besprechung erfahren, liegt am Handwerklichen, nicht an der Message. Sehr konstruiert erscheinen ihr der Text, die Handlung, die Figuren, denen vor allem stets genau das zustößt, was dem Autor in seine Aussage passt, wie Staude doch recht enttäuscht vermutet.
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