Aus dem amerikanischen Englischen von Monika Köpfer. Aufgewachsen in Pakistan und den USA, ausgebildet in New York und London, geprägt von zwei Sprachen glaubt Mohsin Hamid nicht an die Notwendigkeit der scharfen Abgrenzung von Kulturen. Seine in zahlreiche Sprachen übersetzten Romane sind ebenso der Tradition des Westens wie der seiner Heimat verpflichtet. Hier verwischen sich die Grenzen. Als Einwanderer und Ausländer jedoch hat er nicht nur erfahren, was Freiheit im westlichen Sinne bedeutet, sondern auch wie schnell diese ihm, dem Pakistaner und Muslim,entzogen werden kann.
Die politische und wirtschaftliche Situation in der muslimischen Welt, vor allem in Pakistan, ist neben der Literatur das vornehmliche Thema dieser hochaktuellen Texte. Mohsin Hamid erweist sich als scharfsinniger Kritiker der modernen globalen Lebensbedingungen.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 27.07.2016
In Mohsin Hamids Essays gibt es kein Schwarz-Weiß-Denken, kein Richtig und Falsch, erklärt Rezensentin Claudia Kramatschek. Hauptanliegen des pakistanischen Autors sei es, gegen Vereinheitlichungen und Pauschalisierungen anzuschreiben und sich für Pluralismus auszusprechen, dafür nimmt er Grauzonen und Mehrdeutigkeiten in Kauf, so die Rezensentin. Seine Textsammlung "Es war einmal in einem anderen Leben" hat er in drei Abschnitte unterteilt: Leben, Kunst, Politik, in denen immer wieder der islamische Terrorismus eine Rolle spielt. Und Erfahrungen hat der Mann damit: sowohl den Anschlag auf das World Trade Center als auch den Bombenanschlag in der Londoner U-Bahn 2007 erlebte er mit. Die Texte variieren zwar in Qualität und Aussagekraft, doch Hamids besonderer Blick von außen macht den gesamten Band lesenwert, lobt die Rezensentin.
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