Unliebes-, Geburts-, Kriminal-, Lebens-, Gotteslästerer-, Irrenhaus- und Sterbegeschichten aus dem Nachlass eines Abendländers, im Grunde eine Liebesgeschichte, die vielleicht hätte gelingen können
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 25.10.2001
Ein ungewöhnlicher Roman. Für Martin Zingg, der uns in diese "Liebesgeschichte" einzuführen versucht, ist das so, weil einfach eine Menge "erörtert, diskutiert, erwogen und verworfen" wird in diesem Buch und weil in diesem "ungeheuer dichten Erzählteppich" zeitlich und räumlich entlegene Motive und Geschehnisse immer wieder mit dem Nächstliegenden "überraschende Nachbarschaften" eingehen. Dass so etwas nicht auf die Schnelle zu verarbeiten ist, ist eigentlich klar, zumal wenn sich die Übersicht über das Geschehen, wie Zingg zu verstehen gibt, hier nicht immer zweifelsfrei wahren lässt (zum Glück gibt es ein Register). Dennoch: ein "außerordentlicher Kosmos," urteilt der Rezensent, aus einer erzählerischen Phantasie, "welcher man gebührenden Respekt nicht versagen kann."
Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Nelio Biedermann: Lázár Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als… Lukas Rietzschel: Sanditz Ein imposantes Bild der deutschen Gesellschaft - von der DDR bis in die GegenwartSanditz, eine Kleinstadt am Rande der Republik. Hier leben alte Offiziere, Bürgerrechtler,… Elizabeth Strout: Erzähl mir alles Aus dem Englischen von Sabine Roth. Elizabeth Strout kehrt zurück in die Küstenstadt Crosby in Maine - zu ihren Heldinnen Lucy Barton und Olive Kitteridge. Es ist Herbst…