Mit 200 Abbildungen in Farbe. Sie sind Zeugnisse tiefster Not oder Dankbarkeit, kunstvoll gestaltet und von vergänglicher Schönheit: Aus Wachs gearbeitete Opfergaben stellen rare Schätze dar, wie man sie heute kaum mehr sieht. Hans Hipp, der dieses Handwerk selbst in einem traditionsreichen Lebzelter- und Wachszieherhaus erlernte, spürt in diesem Band den wächsernen Kultfiguren nach.Das Darbringen kunstvoll gefertigter Votivgaben in Wallfahrtskirchen, tief im Christentum verankert, erfuhr im Barock einen Höhepunkt. Mittels hölzerner Formen, der Model, entstanden oft hauchdünn gegossene Wachsobjekte, die Tiere, Menschen oder Körperteile darstellten, um den Bitten der Votanten sowie ihrem Dank für gewährte himmlische Unterstützung bildlich Ausdruck zu verleihen. Anhand kirchlicher Aufzeichnungen in Mirakelbüchern der Wallfahrtstätte Niederscheyern erschließt Hans Hipp ein beinahe vergessenes Kapitel der Kulturgeschichte und beeindruckt mit der Reproduktion einmaliger Exponate.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.11.2020
Rezensent Hannes Hintermeier lässt sich von Hans Hipp, seines Zeichens Wachszieher in x-ter Generation und Bewahrer eines "reichen kulturhistorischen Erbes", wie der Rezensent findet, in die Welt der Wachszieherei, der Wachsstöcke und Votivgaben entführen. Für Hintermeier eine Zeitreise, die die Geschichte einer Zunft erzählt, aber auch Zeithistorisches, wie über die zähneziehenden Bader, das schwere Leben der Bauern und die vielgestaltigen Wachsopfer. Dass Hipp dabei nicht nostalgisch wird, sondern immer sorgfältig vorgeht, schätzt Hintermeier hoch.
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