Mit "Häuser, komplett aus Licht" legt Martina Weber ihren zweiten Gedichtband vor. Ihre Dichtung ist weltbewusst und lebenserfahren und bezieht auf vielschichtige Weise persönliches Erleben ein. Da, wo fast nichts mehr geschieht und wo fast nichts mehr gesprochen wird, wo behutsam Möglichkeiten des Daseins ertastet werden, ist diese Poesie angesiedelt, schrieb der Kritiker Michael Braun. Das Licht durchzieht bei alledem leitmotivisch ihre Gedichte, sei es als kosmisches oder künstliches Licht oder metaphorisch als streunendes und letztlich immer nur geliehenes Licht.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 03.03.2020
"Grell, scharf und fordernd" leuchtet es Kurt Drawert aus Martina Webers neuem Gedichtband entgegen, dem der Kritiker eine äußerst analytische Besprechung widmet. Um Licht und all seine Konnotationen geht es Weber, aber auch um Erkenntnis und Selbstvergewisserung, verrät der Rezensent, der sich gern mit der Lyrikerin in dieses "Möbiusband der Ungewissheiten" begibt. Und wenn immer wieder das Unbewusste in Webers "kühle", kontrollierte Lyrik eindringt, verdankt Drawert diesem Band sogar einen "Überschuss an Sprache und Erkenntnis".
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