Mit acht Abbildungen. Waschmaschine, Kühlschrank und Staubsauger, heute selbstverständliche Bestandteile unseres Alltagslebens, wurden bei ihrer Markteinführung als einschneidende Errungenschaften der Haushaltstechnisierung empfunden. Unter sozial- und kulturgeschichtlichen Aspekten stellt die Studie die kontroversen Diskurse und Konzepte zur Frage der Technikverwendung im Haushalt sowie die verschiedenen Interessen der Akteure vor: der private Haushalt als Absatzmarkt; Zielgruppe, Absatzorganisation und Werbung; die Bedeutung der Architekten und Wohnungspolitiker für die Technisierung der Haushalte...
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 27.06.2002
Martina Hessler weist in ihrem diskursgeschichtlichen Ansatz über die Technisierung des Haushalts zwischen 1920 und 1940 nach, wie unterschiedlich die verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen die Erleichterungen der Hausarbeit durch technische Geräte gesehen haben. Der Rezensent Hartmut Berghoff lobt Hesslers Analyse, aus der abzulesen ist, dass die einen daraus einen politischen Auftrag der Frau ableiteten, während die anderen eher eine Chance zur Stärkung des traditionellen Rollenschemas witterten. Berhoff bedauert jedoch, dass technische und wirtschaftliche Aspekte in dieser Studie unterbelichtet bleiben und man wenig "über den Zusammenhang von Vorkriegsdiskurs und der Massenverbreitung der Geräte nach 1945" erfahre.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14.05.2002
Anders als der Titel vielleicht suggeriert, geht es in diesem Buch um die Entwicklung der Haushaltstechnik in Deutschland zwischen den Weltkriegen, die vor allem eine Geschichte der Elektrifizierung der Hausarbeit ist, erklärt Rezensent Ernst Horst. Obwohl es - zu Recht - in der Reihe "Campus Forschung" erschienen sei, eigne sich Martina Heßlers klar und verständlich geschriebene Dissertation durchaus für ein Laienpublikum. Sie spare sich nämlich technische Erläuterungen. Staubsauger, Waschmaschine, Kühlschrank, elektrischer Herd - zwar sollten diese Geräte die Arbeit "modern" gestalten, sie den Frauen aber keineswegs abnehmen, berichtet Horst. Am Rollenverständnis, zumindest in der Weimarer Republik und in der Nazizeit, wurde nicht gezweifelt. Der Rezensent erzählt ein interessantes Detail: In Frankfurt am Main errichtete man in den 20er Jahren neue Wohnsiedlungen mit Stromanschlüssen und integrierten elektrischen Geräten. Die Folge: Die Mieten wurden zu teuer, die Leute konnten sich die Wohnungen nicht leisten, besaßen aber nun keinen Kohlenofen mehr zum Kochen oder Heizen. Bald baute man wieder Siedlungen mit Teppichstangen und Hühnerleitern.
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