Mary Beard

SPQR

Die tausendjährige Geschichte Roms
Cover: SPQR
S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2016
ISBN 9783100022301
Gebunden, 656 Seiten, 28,00 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Ulrike Bischof. Mit über hundert s/w Abbildungen und umfangreichem farbigen Bildteil. Die Althistorikerin Mary Beard erzählt die Geschichte eines Weltreichs, lässt uns Kriege, Exzesse, Intrigen miterleben, aber auch den römischen Alltag - wie Ärger in den Mietshäusern und Ciceros Scheidung. Sie lässt uns hinter die Legenden und Mythen blicken, hinterfragt sicher Geglaubtes und kommt zu überraschenden Einsichten. So erscheint Rom ganz nah - in seinen Debatten über Integration und Migration - und dann doch auch faszinierend fern, wenn es etwa um Sklaverei geht. Die Geschichte Roms für unsere Zeit.

Rezensionsnotiz zu Die Welt, 17.12.2016

So hymnisch Berthold Seewald seine Besprechung von Mary Beards "Tausendjähriger Geschichte Roms" beginnen lässt, so ernüchtert bleibt er nach der Lektüre zurück. Der Reihe nach: Das Buch sei das "Magnum Opus" der ebenso brillanten wie "spitzzüngigen" britischen Historikerin, zudem in Zeiten, in denen die Beschäftigung mit Rom wieder einmal Konjunktur hat, hochaktuell, außerdem wendungsreich, pointiert und spannend geschrieben, lobt der Kritiker. Und doch muss er bald feststellen, dass Beards Abarbeitung der römischen Geschichte von der Gründung bis ins Jahr 212 n. Chr., in dem Kaiser Caracalla mit der Constitutio Antoniniana alle freien Untertanen einbürgerte, wenig Neues bietet - und so bleibt dem Rezensent nicht mehr als herrlicher "Schmökerstoff".

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.11.2016

Rezensent Simon Strauss hätte sich mehr Seitenwege gewünscht im Buch der "berühmtesten Althistorikerin der Welt". Dass Mary Beard hier vor allem die Evergreens der römischen Geschichtsschreibung rekapituliert, Fakten und Fiktionen en masse, chronologisch, linear dargeboten, kann Strauss nicht überzeugen. Viel mehr interessiert hätte ihn das Chaotische und Kontingente im alten Rom. Spannend und farbig wird es laut Strauss im Buch leider erst gegen Ende, wenn Beard die Kaiserzeit in den Blick nimmt und sich soziologische Exkurse gestattet und gar die ein oder andere Provokation in Richtung Forschungsstand. Das ist dem Rezensenten deutlich zu wenig.
Lesen Sie die Rezension bei buecher.de

Beliebte Bücher

Julian Barnes. Abschied(e). Kiepenheuer und Witsch Verlag, Köln, 2026.Julian Barnes: Abschied(e)
Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte…
Elias Hirschl. Schleifen - Roman. Paul Zsolnay Verlag, Wien, 2026.Elias Hirschl: Schleifen
Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In…
Dorothee Elmiger. Die Holländerinnen - Roman. Carl Hanser Verlag, München, 2025.Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen
Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter…
Leila Slimani. Trag das Feuer weiter - Roman . Luchterhand Literaturverlag, München, 2026.Leila Slimani: Trag das Feuer weiter
Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…