Herausgegeben und aus dem Englischen übersetzt von Alexander Pechmann. Mit einem Nachwort von Georg Klein. Nach Jahren des Experimentierens ist es dem ehrgeizigen Forscher Victor Frankenstein gelungen, aus toter Materie einen künstlichen Menschen zu erschaffen. Doch das Ergebnis seiner alchemistischen Versuche erschüttert ihn bis ins Mark. Entsetzt überlässt er das Wesen seinem Schicksal. Dessen verzweifelte Suche nach Nähe und Akzeptanz endet in Chaos und Verwüstung. Als das Wesen nach und nach Rache an Frankensteins Familie nimmt, beschließt dieser, seine Kreatur zu jagen und zu töten… Das Erstlingswerk einer 19-Jährigen entstand als Gruselgeschichte zum Vorlesen im Freundeskreis. Der jungen Mary Shelley gelang einer der berühmtesten Romane der Weltliteratur, der seit nunmehr 200 Jahren und auch heute noch gültige Fragen zur Verantwortung des Menschen über seine Schöpfung stellt. Zum Jubiläumsjahr veröffentlichen wir eine Übersetzung der Urfassung von 1818.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 04.01.2018
Rezensent Nicolas Freund erkennt beim Wiederlesen von Mary Shelleys Frankenstein in der Neuübersetzung der Erstausgabe von Alexander Pechmann, die das verschnörkelte Englisch laut Rezensent in klares Deutsch bringt, ohne den schwärmerischen Ton zu verlieren, dass Frankensteins Monster ein Kind des naiven Fortschrittsglaubens wie der sozialen Ungerechtigkeit ist. Das Monster erscheint ihm als politische Metapher für den Aufstand. Als solches sei es nicht wieder loszuwerden, meint Freund. Die Kommentare der neuen Ausgabe findet der Rezensent besser denn je. Unter anderem vergegenwärtigen sie ihm Shelleys Recherchen im Anatomiesaal und in der Literaturgeschichte, bei Coleridge und Milton.
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