Massum Faryar

Buskaschi oder Der Teppich meiner Mutter

Roman
Cover: Buskaschi oder Der Teppich meiner Mutter
Kiepenheuer und Witsch Verlag, Köln 2015
ISBN 9783462046748
Gebunden, 656 Seiten, 22,99 EUR

Klappentext

Scharif, Sohn eines armen Bauern, Koranschüler und Lehrjunge eines Gemüsehändlers, erobert das Herz von Khurschid, Tochter aus wohlhabendem Haus, und wird zu einem einflussreichen Geschäftsmann.Der Buskaschi-Kampf im Jahr 1960 wird zu einem Wendepunkt in seinem Leben und zum Ausgangspunkt für die Entwicklung seines Sohnes Schaer, der Afghanistan in den 80er-Jahren aus politischen Gründen verlässt, aber dem Land und seiner Familie eng verbunden bleibt. Seine Reise zur Mutter steht im Zeichen der Suche nach dem verlorenen Paradies, das ihm sein Elternhaus, die Kindheit und Jugend in der Heimat Afghanistan war.

Rezensionsnotiz zu Die Welt, 04.07.2015

Holger Kreitling wird nicht recht froh mit dem Roman des aus Herat stammenden Massum Faryar. Zwar versetzt ihn die schiere Stofffülle in Erstaunen, deckt der Autor doch die Geschichte Afghanistans von 1920 bis in die 80er ab, all die System- und Ideologiekämpfe, gespiegelt in einer autobiografisch getönten Familiengeschichte, doch kann den Rezensenten die Verarbeitung nicht vollends überzeugen. Dass bei Faryar die Steine zu spechen beginnen, geht an, meint er, auch, dass die Sehnsucht nach der Heimat auf jeder Seite spürbar ist. Doch das Festhalten der Zeit, des Vaters und der Kindheitserlebnisse scheint nicht zu funktionieren. Weil der Autor benennt anstatt zu beschreiben, bleiben die Figuren und ihre Geschichten blass, findet Kreitling.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 19.05.2015

Mit Spannung liest Tim Neshitov Massum Faryars Roman "Buskaschi oder Der Teppich meiner Mutter". Der in Deutschland lebende Afghane liefert hier eine Familiensaga, die im Afghanistan der 20er Jahren beginnt und sich mit Liebe, Tod, Religion, und Erinnerungen beschäftigt.Besonders beeindruckt ist der Rezensent dabei von der Sprache des Autors, mit der es ihm gelingt, den Leser in die bunte Welt der Erzählung zu führen, in der man sich, laut Neshitov, manchmal wie auf einer afghanischen Hochzeit fühlt. Trotz einiger Passagen, die sich wie aus einem Geschichtsbuchs läsen, ist Neshitov mit dem epischen und vielschichtigen Buch Faryars zufrieden.
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