Mit 477 Farbabbildungen. Unter Mitarbeit von Paola gallo. Aus dem Italienischen von Helmut Schareika. Das Paradies ist ein Garten: Die synonyme Verwendung der beiden Begriffe hat ihre Wurzeln in der Antike, in der griechischen Bezeichnung paradeisoi für die umfriedeten Parks der persischen Großkönige und findet sich noch heute in der Bezeichnung vom Gartenparadies. Weit über 2000 Jahre einer Geschichte der menschlichen Zähmung, Formgebung und Nutzung der Natur fasst das vorliegende Werk zusammen. Nicht nur die opulenten Bilder machen deutlich, warum Gärten beginnend bei den Großreichen des Vorderen Orients und Roms, über die italienischen Renaissance- oder französischen Barockgärten bis hin zu den englischen Antikenparks oder modernen Stadtgärten amerikanischer Metropolen stets alle Sinne der Menschen ansprachen. Das Buch macht Lust auf eine Reise mit den Augen durch Gärten, die je nach Zeit und Ort eigene Formen entwickelten.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.02.2011
Sandra Kerschbaumer kommt aus dem Staunen nicht raus beim Blättern in dieser wahrhaft umfassenden, für die Neuausgabe bis in die Gegenwart fortgeführten und neu gegliederten Geschichte der Gartenkultur von Virgilio und Matteo Vercelloni, ein Buch, erstmals erschienen 1990. 2000 Jahre Zähmung der Natur im Namen des staatstragenden oder häuslichen Gartens lässt Kerschbaumer vor ihren Augen Revue passieren, lässt sich von prächtigen Abbildungen den Winter begrünen, in die Gartenästhetik einführen und sich Gartenbaukünstler, ihre Quellen, Ideen und Werke erschließen. Nicht immer mit letzter Klarheit zwar, wie die Rezensentin einräumt, doch reich an Anschauung und Farbe.
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