Matthew Sweeney

Fuchs

(ab 10 Jahre)
Cover: Fuchs
Berlin Verlag, Berlin 2003
ISBN 9783827050052
Gebunden, 198 Seiten, 10,90 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Cornelia Krutz-Arnold. Gerard ist neu in der Stadt und viel allein. Seine Eltern haben keine Zeit für ihn, und neue Freunde hat er noch nicht gefunden. Als Gerard nach einem heftigen Streit in der Schule für eine Woche vom Unterricht ausgeschlossen wird, verbringt er die Zeit mit Streifzügen durch die neue Umgebung. Dabei macht er die Bekanntschaft eines Obdachlosen, der ein ungewöhnliches Tier bei sich hat - einen Fuchs. Nach und nach gewinnt er das Vertrauen des Mannes und erfährt einiges über dessen Vergangenheit. Dann wird sein neuer Freund plötzlich krank, und Gerard versucht, ihm zu helfen ...

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 27.11.2003

"Unsentimental und nicht beschönigend" erzählt der irische Autor Matthew Sweeney seine Geschichte einer "schwierigen Freundschaft" zwischen dem etwas einsamen, in der neuen Stadt noch fremden, zehnjährigen Gerard und einem Obdachlosen, der sich der Begleitung eines zahmen Fuchses erfreut. Das hat Iris Mainka recht gut gefallen, besonders, wie der Autor in "kurzen Kapiteln und einfachen Sätzen" darlegt, wie die beiden (oder drei) erst peu a peu zueinander Vertrauen finden, wie er zu zeigen vermag, dass diese Freundschaft eine gewinnbringende ist, selbst "wenn sie mit einem Verlust endet". Gerard beginne, während er seine neue Umgebung durchstreift, sich für den Mann mit dem Fuchs zu interessieren, frage sich, wie und wo dieser denn lebt. Dabei wisse Autor Sweeney wertende Formulierungen stets zu vermeiden, denn "die Distanz, die Abneigung, die schnellen Urteile ... hat ein Zehnjähirger nicht im Kopf", so Mainka. Ein Euro pro verkauftes Exemplar kommt im übrigen der Evangelischen Obdachlosenhilfe zugute, darf man dem Vorwort entnehmen, das aber auf nachdrückliche Empfehlung der Rezensentin besser als Nachwort gelesen werden sollte.
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