Aus dem Französischen von Martin Pfeiffer. Wer zeigen kann, welche Funktion die Gabe für eine Gesellschaft hat, gewinnt tiefe Einblicke in ihre Struktur. Das haben Ethnologen wie Marcel Mauss und Claude Levi-Strauss eindrucksvoll gezeigt. Maurice Godelier entwirft in diesem Buch eine neue, umfassende Theorie der Gabe. Dabei geht er nicht aus von den Dingen, die man verkauft oder die man gibt, sondern von denen, die man behält: vor allem von den heiligen Objekten.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.10.1999
Dieses Buch Godeliers knüpft nach Wolfgang Sofsky an die klassischen ethnologische Arbeiten von Marcel Mauss zum Thema der Gabe an. Mauss habe die Gabe als eine "totale soziale Tatsache" beschrieben - und so halte es auch Godelier. Die Gabe, das Geschenk ohne Gegenleistung, die den Beschenkten gegenüber dem Geber in die Schuld stellt - sie sei bei Godelier schon als ursprüngliche Struktur der Religion verstanden: Die Welt als Gabe der Götter, und die Menschen als ihre ewigen Schuldner. Als "letzte Quelle der Macht" schildere Godelier darum die heiligen Objekte, also jene Objekte, die niemals verschenkt werden können. Die Passagen zu Mauss schildert Sofsky als "allzu wortreich", aber mit dem Rest des Buchs scheint er sich anfreunden zu können.
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