Aus dem Französischen von Ansgar Wilderman. Moses Maimonides - eigentlich Rabbi Mose Ben Maimon, genannt Rambam - war der bedeutendste jüdische Philosoph und Rabbiner des Mittelalters. Geboren 1135 in Cordoba, flüchtete er mit seiner Familie nach der Eroberung seiner Heimatstadt durch die muslimischen Almohaden nach Nordafrika und lebte von 1165 bis zu seinem Tod im Jahre 1204 in Ägypten. Dort wirkte er als Arzt - unter anderem am Hofe Saladins -, vor allem aber als Repräsentant und geistiges Oberhaupt der ägyptischen Juden. Maurice-Ruben Hayoun stellt in seiner Lebensbeschreibung des Maimonides die philosophischen und religiösen Bestrebungen dieses herausragenden jüdischen Intellektuellen dar. Besondere Aufmerksamkeit erfährt dabei dessen zentrales Werk "Führer der Unschlüssigen", in dem Maimonides versucht, einen Ausgleich zwischen den jüdischen Glaubenslehren und dem Aristotelismus herbeizuführen. Zahlreiche Originalzitate vermitteln einen lebendigen Eindruck von Maimonides Art zu denken und zu lehren und machen begreiflich, weshalb seine Texte starken Einfluss zum Beispiel auf Thomas von Aquin, Albertus Magnus, Averroes und auch Spinoza ausüben konnten.
Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…