Maxi Obexer reist in der Zeit der großen Flüchtlingsbewegungen, also dem "längsten Sommer", wie diese Zeit vielfach genannt wurde, aus Südtirol in ihren Wohnort Berlin, um endlich ihren deutschen Pass zu erhalten. Sie merkt wieder:
Auch sie ist eine Migrantin, innerhalb Europas, und sie war und sie wird immer eine Migrantin bleiben. Gleichzeitig beobachtet sie Flüchtlinge im Zug, die nicht so einfach die Grenzen passieren dürfen. Diese Beobachtung bietet ihr einen Anlass dazu, in ihrem eigenen Leben sowie in Geschichten, die sie recherchiert hat, über den Zusammenhang von Nationalität und "Daseindürfen" zu reflektieren.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 09.08.2017
Rezensent Florian Kölsch ist begeistert mit Abstrichen. Maxi Obexers autobiografische Migrationsgeschichte von Südtirol nach Berlin und ihre Gedanken zum Thema europäische Identität und kulturelle Zugehörigkeit findet der Rezensent noch am interessantesten im Buch. Weniger gut gefallen hat ihm der zweite Teil des Buches, in dem die Autorin "belehrend" erklärt, wie Europa sein sollte, dabei aber vor allem komplexe Sachverhalte der Flüchtlingspolitik vereinfacht und an der Oberfläche kratzt, wie Kölsch bemängelt. Besonders an diesem "Romanessay" bleibt für ihn der autobiografische Teil.
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