Aus dem Französischen von Andrea Spingler. Mit frischem Universitätsabschluss in der Tasche, beschließt der junge Franzose Mauro, seinem bisherigen Leben den Rücken zu kehren. Er will sich nun voll und ganz seiner wirklichen Leidenschaft verschreiben: dem Kochen. Mit seinem Fahrrad rast Mauro von Brasserien über Bistros zu Sternerestaurants, er kocht in Berlin und in Burma, springt vom Blanchieren zum Sautieren, von Bouillons zu Sorbets, von Marktgängen zu Nachtschichten - und eröffnet schließlich seinen eigenen kleinen Laden. Fünfzehn Lehrjahre, gezeichnet von geschundenen Händen, Schlafmangel und einer schleichend zerrinnenden Freizeit. Aber auch ein sinnliches Abenteuer der absoluten Hingabe und der Kunst des perfekten Menüs.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 21.04.2020
Hymnisch bespricht Dirk Fuhrig dieses schmale Buch der französischen Autorin Maylis de Kerangal. Auf nur 96 Seiten begleitet der Kritiker den jungen Koch Mauro von Berliner Szene-Dönern über Brandenburger Bio-Bauernhöfe bis in die Pariser Haute cuisine, wo Mauro bald ein kleines Restaurant eröffnet. Keinen Kitsch, keinen "Schmalz" bekommt der Rezensent hier serviert, sondern ein zartes, in "klingender Sprache" geschriebenes Buch über Leidenschaft und Genie. Nicht zuletzt liest Fuhrig das "packende" Porträt eines Millennials. Wer jetzt Appetit bekommen hat, muss sich allerdings noch etwas gedulden: Das Buch erscheint erst am 15. Juni.
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