Mit zahlreichen zweifarbigen Illustrationen. Wenn die vier Freunde aus dem elften Stock ihres Hochhauses auf den See schauten, konnten sie sehen, dass er Zacken hatte wie ein Stern. Der "Sternsee" machte, dass sie stolz waren auf ihre Siedlung, die sonst eher öder war. Im Januar fror der See zu, zum allerersten Mal. So fest war das Eis, dass die Kinder darauf herumtoben konnten. Toll war das und ungewöhnlich. Sonderbar aber wurde es, als der Frühling kam: Der See blieb gefroren. Und noch in der Hitze des Sommers war das Eis so dick, dass Pizzabuden darauf aufgebaut wurden und die Kinder sich zum Abkühlen aufs Eis legten. Überall rannten Reporter herum und Spezialisten aus aller Welt reisten an, auf der Suche nach einer Erklärung... Spektakulär sind die Ereignisse, vor deren Hintergrund Will Gmehling eine stille Geschichte von der Freundschaft zwischen vier Nachbarskindern erzählt. Von ihrem Leben in einfachen Verhältnissen, von Glück, Vertrauen und Verbundenheit mit der Natur. Und von der ersten Liebe, der eigentlichen Sensation am Ufer des Sternsees.
"Märchenaft-poetisch" findet Rezensent Jörg Bernardy diese Novelle von Will Gmehling, die Jens Rassmus großflächig in überwiegend blaugrauen Tönen illustriert hat: Vier befreundete Kinder verbringen ihre Zeit zusammen in einer recht tristen Hochhaussiedlung, deren Ankerpunkt ein See ist, der von den Kindern "Sternsee" getauft wurde, weil sich nachts der Himmel darin spiegelt. Eines Tages friert der See zu - und trotz Frühlingseinbruch taut er nicht mehr auf, was sich als ziemliche Sensation herausstellt. Zwischen Kamerateams und Fressbuden sind die Kinder auf dem Eis unterwegs, der Ich-Erzähler tut sich mit seiner Sprache und auch in der Schule schwer, doch er gibt sein "Bestes, mehr war nicht drin", resümiert der Kritiker. Das dürfte das Buch gerade für schwächere Schülerinnen und Schüler interessant machen, vermutet der Kritiker, der sich freut, dass hier nicht allzu viel erklärt wird und Raum für eigene Überlegungen lässt: Kinder können hier lernen, dass das "Rätselhafte und Unaufgelöste" zum Alltag dazugehört, schließt er.
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