Metzler Lexikon amerikanischer Autoren

Cover: Metzler Lexikon amerikanischer Autoren
J. B. Metzler Verlag, Stuttgart 2000
ISBN 9783476016546
Gebunden, 768 Seiten, 40,80 EUR

Klappentext

Herausgegeben von Bernd Engler und Kurt Müller. Mit 333 s/w Abbildungen. Das Lexikon eröffnet in 350 Porträts US-amerikanischer Autorinnen und Autoren und ihrer Werke einen Überblick über die Literatur der Vereinigten Staaten von der Kolonialzeit bis zur unmittelbaren Gegenwart. Es trägt dabei den sogenannten Klassikern ebenso Rechnung wie den Repräsentanten von gesellschaftlichen Minoritäten. Insofern die amerikanische Literatur seit ihren Anfängen im 17. Jahrhundert mitunter auch "Gebrauchsliteratur" war und somit die herkömmliche Unterscheidung von Werken der Hoch- und Populärkultur von vornherein problematisch ist, geht das Lexikon von einem 'erweiterten' Literaturbegriff aus. Dementsprechend schließt es Autorinnen und Autoren von Detektivromanen und Science Fiction ebenso ein wie von so genuin amerikanischen Gattungen wie der slave narrative und der spirituellen Autobiografie.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 20.02.2002

Alles in allem ist Thomas Leuchtenmüller sehr angetan von diesem Lexikon amerikanischer Autoren. Er lobt das Nachschlagewerk als "informativ wie kritisch" und findet auch die weiterführenden Literaturhinweise am Ende der einzelnen Artikel hilfreich. Besonders "erfreulich" sei der "erweiterte Literaturbegriff" der Herausgeber, der erlaube, dass auch Autoren von nicht belletristischen Texten berücksichtigt werden könnten. Auch dass die einzelnen Beiträge keine Angst vor dem Verzicht auf "Vollständigkeit" haben, was Werk- und Lebensangaben angeht und dafür mitunter auch weniger bekannte Einzelheiten mitteilen, freut den Rezensenten. Bei aller Begeisterung gibt es allerdings auch Kritisches anzumerken: Leuchtenmüller ist mit der Auswahl der aufgenommenen Autoren nicht immer einverstanden, und er findet sie auch nicht recht nachvollziehbar. Außerdem moniert er die Unausgewogenheit der "Proportionen zwischen den Beiträgen", die wichtigen Autoren wie z.B. Whitman und Dickinson im Gegensatz zu unbekannteren Schriftstellern zu wenig Raum geben. Manche "gedankliche Schwächen" brandmarkt der Rezensent noch und über einige Werturteile zu seiner Ansicht nach schwachen Werken wundert er sich, aber insgesamt heißt er das Buch als "höchst willkommen".

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