München 1972: Bei den Olympischen Spielen werden 11 israelische Athleten von Mitgliedern der palästinensischen Terrorgruppe Schwarzer September ermordet. Einer der Drahtzieher: Ali Hassan Salameh, genannt Roter Prinz und enger Vertrauter des Palästinenserführers Yassir Arafat. Zahlreiche weitere blutige Attentate gehen auf sein Konto, er wird zu einem der meist gesuchten Terroristen der Welt. Der israelische Geheimdienst Mossad unter Zvi Zamir setzt sich auf seine Spur, doch es wird Jahre dauern, bis ihm Salameh ins Netz geht. Die Suche nach den Roten Prinzen schildert den Werdegang Salamehs, - des Top-Terroristen, der seinem Vater auf dessen blutigem Weg folgte, des Lebemanns und Playboys, der schließlich eine ehemalige Miss Universum heiratet. Des Weiteren steht die Arbeit des Mossad im Focus, mit seiner Suche nach den Mitgliedern von Schwarzer September und deren Exekution, aber auch mit seinen Fehlern, bei denen Unschuldige zu Opfern werden. Nicht zuletzt erzählt dieses Buch die Geschichte des Konflikts zwischen Palästinensern und Israelis.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16.01.2007
Angetan zeigt sich Rezensent Majid Sattar von Michael Bar-Zohars und Eitan Habers Buch "Rache für München". Der vom Verlag mit Blick auf Steven Spielbergs Film "München" gewählte etwas marktschreierische Titel des Buchs scheint ihm allerdings leicht irreführend, stellt die Strafaktion des Mossads nach dem Attentat auf die israelische Olympia-Mannschaft doch nur einen Aspekt des Werks dar. Das Buch bietet seines Erachtens allerdings mehr als das: nämlich eine überaus spannende Schilderung der Geschichte des Nahost-Konflikts der vergangenen 80 Jahre am Beispiel der Biografie der Familie Salameh, die eine Reihe von bekannten palästinensischen Widerstandskämpfern beziehungsweise Terroristen hervorgebracht hat.
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