Seit ihrer Erfindung hat die Oper sich die ganze Welt erobert. "Favola per Musica" hieß die neue Kunst vor vierhundert Jahren. Eine Geschichte oder Begebenheit dargestellt durch Musik. Diese Kunst der Darstellung durch Musik gilt es zu lernen und zu beherrschen, meint Michael Hampe, der nicht nur jahrzehntelang in aller Welt Regie geführt, sondern auch bedeutende Opernhäuser und Festivals geleitet hat. Die "Opernschule" mit mehr als hundert Techniken und Spielregeln zeigt, wie Oper geht, wie Geschichten durch Musik zur Darstellung gebracht werden können.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13.03.2015
Michael Hampe zufolge gibt es in der Opernlandschaft einen Mangel an Lernbereitschaft, der sich auch in fehlenden Diskussionen über Techniken äußert, die über die Gesangsstimme hinausgehen, berichtet Jan Brachmann. Hampes "Opernschule" soll ein Beitrag zur Lösung des Problems sein und lädt, obwohl sich der Autor merklich um einen neutralen Ton bemüht, auch prompt zu weiteren Diskussionen ein, verspricht der Rezensent, zum Beispiel über das Verhältnis von Regisseur und Werk. Was aber kaum sinnvoll anzufechten sei, ist Hampes Bestehen auf der "Genauigkeit der Darstellung" und der Begründbarkeit von Entscheidungen, seien sie nun regelkonform oder nicht, erklärt Brachmann. Verbesserungen seien eben nur dann möglich, wenn reflektiert mit dem Material umgegangen werde, stimmt der Rezensent zu.
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