Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 13.04.2004
Andreas Briner findet es nicht überraschend, dass "auch eine gelungene Kurzbiografie" Händels Fragen offen lässt. Zurückzuführen sei dieser Umstand wohl auf eine "doppelte Händel-Rezeption", die einesteils britisch-irisch und andernteils deutsch sei. Hinzu komme noch eine Schwierigkeit, die der Biograf in seinem Buch selbst benenne: "Offen aber muss bleiben, ob das weitgehende Fehlen aller persönlichen Äußerungen Zufällen der Überlieferung, individuellem Ungeschick, Emotionen sprachlich Ausdruck zu verleihen, oder bewusstem Verschweigen affektiver Befindlichkeit geschuldet ist." Auch in Sachen Religiosität ziehe Michael Heinemann sich darum aus der Affäre. Doch gebe es hier unfehlbare Zeugen. So empfiehlt Briner jenen, die sich über Händels religiöse Haltung aufklären lassen möchten, das "Halleluja" des "Messias".
Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Nelio Biedermann: Lázár Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als… Lukas Rietzschel: Sanditz Ein imposantes Bild der deutschen Gesellschaft - von der DDR bis in die GegenwartSanditz, eine Kleinstadt am Rande der Republik. Hier leben alte Offiziere, Bürgerrechtler,… Elizabeth Strout: Erzähl mir alles Aus dem Englischen von Sabine Roth. Elizabeth Strout kehrt zurück in die Küstenstadt Crosby in Maine - zu ihren Heldinnen Lucy Barton und Olive Kitteridge. Es ist Herbst…