Benjamin Britten (1913-1976) ist einer der meistgespielten Komponisten der Moderne. Dieses Buch beschreibt Leben und Werk: Brittens Wunderkinderexistenz und frühe Laufbahn als Pianist, seinen bedingungslosen Pazifismus, seine mutige Selbstbehauptung als Homosexueller, seinen ethisch begründeten Sozialismus, seine virtuose Anverwandlung der Musik Ostasiens.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 05.03.2008
Als verdienstvoll und überfällig würdigt Ellen Kohlhaas Norbert Abels' Monografie zu Leben und Werk Benjamin Brittens. Sie schreibt dem Autor, der als Professor an der Folkwang-Hochschule Essen und als Chefdramaturg der Frankfurter Oper tätig ist, den gleichen Hang zu Schnörkellosigkeit und "Klarheit" zu, der auch das Werk des englischen Komponisten, Pianisten und Dirigenten prägt. In seiner kompakten Darstellung gewännen nicht nur die wichtigen Lebensstationen Brittens Gestalt, gleichzeitig könne Abels auch Hintergründe wie die verdrängte Homosexualität des Künstlers oder seine enge Beziehung zu seiner Mutter beleuchten. Kohlhaas lobt die Anschaulichkeit der Monografie, die auch den gesellschaftlichen und politischen Kontext eindringlich vor Augen führt und findet, dass nicht zuletzt durch Abels' reiche Kenntnisse und didaktische Erfahrungen dieses Buch rundum gelungen ist.
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