Am Morgen des 11. November 1950 wird der Berliner Journalist Alfred Weiland von Agenten der sowjetischen Staatssicherheit aus den Westsektoren in den sowjetischen Sektor verschleppt. Das Buch schildert die politische Biographie dieses Journalisten. Im Mittelpunkt stehen dabei die Jahre 1945 bis 1950, als er versuchte, eine Sammlungsbewegung freiheitlicher Sozialisten zu schaffen und mit den "Gruppen Internationaler Sozialisten" eine der ersten antibolschewistischen Widerstandsorganisationen in Berlin und der SBZ aufbaute. Im Visier von SED-Abwehr und sowjetischer Staatssicherheit war ein Verharren zwischen den Fronten nicht möglich. Weiland entschied sich für den Westen und nahm mit den Amerikanern Kontakt auf.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11.02.2002
Das Leben des Berliner Rätekommunisten Alfred Weiland, eines Publizisten, der von den Nazis bereits 1933 vorübergehend eingesperrt wurde, in der Illegalität arbeitete, sich nach 1945 bald mit Ulbricht überwirft und als 'Feind der Arbeiterklasse' zu 15 Jahren Zuchthaus verurteilt wird, dieses Leben hat Biograf Michael Kubina "dem Vergessen entrissen" - und das ist auch gut so, findet Rezensent Karl Wilhelm Fricke. Fricke weist auf einige "originäre Forschungsergebnisse" des Autoren hin und lobt besonders die Materialfülle der Biografie. An dem insgesamt positivem Urteil kann für ihn auch nicht ändern, dass das Werk nicht gerade leicht zu lesen, ja teilweise sogar "ermüdend weitschweifig" sei.
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