Aus dem Englischen von Klaus Fritz. Der zwölfjährige Jo verbringt seine Zeit am liebsten beim Schafehüten in den Bergen. Seit sein Vater im Krieg ist, kümmert er sich allein mit seiner Mutter um Haus und Hof. Eines Tages trifft er draußen auf einen Fremden, der ihm sein Geheimnis offenbart - und Jo um Hilfe bittet. Von nun an ist in Jos Leben nichts mehr wie zuvor.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 07.04.2010
Sieglinde Geisel bringt eine gut verständliche Zusammenfassung der Geschichte als Rezension. Michael Morpurgos Geschichte über den Jungen Jo, der während des Zweiten Weltkriegs in einem Pyrenäendorf Mut beweist, indem er jüdischen Kindern bei der Flucht vor den deutschen Besatzern behilflich ist, begreift sie als unaufdringliche Charakterstudie. Gefallen haben ihr die präzise Diktion und das schnelle Tempo, das Differenzierungen dennoch nicht übergeht. Wie Morpurgo seinen Figuren bei aller Knappheit Leben einhaucht und sie auf wenigen Seiten in ein dichtes Beziehungsnetz stellt, hat Geisel schwer beeindruckt.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 13.10.2009
Der bereits 1990 in England erschienene und glänzend übersetzte Roman für Zwölfjährige und Ältere schließt eine Lücke in der deutschen Kinder- und Jugendliteratur, stellt Hilde-Elisabeth Menzel fest. Es gebe zwar eine umfangreiche Auswahl an Lesestoff über den Holocaust, die Flucht nach Spanien über die Pyrenäen aus dem von Deutschen besetzten Frankreich heraus wurde als belletristischer Stoff aber bisher ausgespart. In Morpurgos "dichtem und ergreifendem" Roman bildet die Geschichte der verloren gegangenen Anya den Rahmen für dramatische Ereignisse, die in der Flucht mehrerer jüdischer Kinder über die Berge gipfeln. Dies gelingt ihnen nur mit Hilfe von Anyas Vater (mit dem anspielungsreichen Namen Benjamin), den Dorfbewohnern und einem deutschen Offizier. Benjamin bleibt zurück und stirbt in Auschwitz, ohne Anya wiedergesehen zu haben. Ein bedeutendes Buch, resümiert die Rezensentin.
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