"Der weibliche Körper ist so vieles: Politikum, Objekt, Inkubator - hier geht es darum, wie es ist, ihn Existenz zu nennen."Unsere Gesellschaft ist besessen vom weiblichen Körper. Wie es jedoch tatsächlich ist, in einem zu stecken, und welche Rolle er in der Biografie einer Frau spielt, das will dieses Buch ergründen. Die Journalistin und Kolumnistin Michèle Roten vermisst sich von den Zehennägeln bis zu den Haarspitzen. Sie erzählt von Narben aus der Kindheit, der vom Kaiserschnitt und jener vom Jahrhundertpickel, wundert sich über ihre Tätowierungen, denkt über ihre Knie nach, erinnert sich an magische Heilungen und magersüchtige Episoden und fragt sich, ob sie sich als Feministin mehr für ihre Vulva interessieren müsste. Eine hypersubjektive Erkundung, die letztlich erstaunlich exemplarisch für die allgemeine weibliche Körpergeschichte ist. Dieser Essay gliedert sich in fünf Teilen und beginnt mit einer "Bestandesaufnahme", erzählt weiter vom "Eigenleben" und richtet den Blick auch auf die Körper anderer und erzählt von den unglaublichen Kräften, die in Extremsituationen mobilisiert werden können.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 23.07.2021
Rezensentin Aurelie von Blazekovic erkundet mit der Schweizer Publizistin Michele Roten jeden Winkel des weiblichen Körpers. Amüsiert liest die Kritikerin, wie Roten ihre Problemstellen unter die Lupe nimmt, wie sie über Menstruation, Geburt oder Reckturnen schreibt oder ihre Tattoos und Nasen-OP thematisiert. Ein Buch, das die permanente Kontrolle des weiblichen Körpers anspricht, diesen aber auch feiert, schließt die Kritikerin.
Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…