Aus dem Englischen von Clara Drechsler und Harald Hellmann. Zehn Begegnungen nach dem Zufallsprinzip. Zehn Interviews, in denen die Schriftstellerin, Künstlerin und Filmemacherin Miranda July ebenso viel über sich selbst verrät wie über die Menschen, mit denen sie spricht.
Einen ganz entscheidenden Vorteil weist dieser parallel zum Drehbuch ihres letzten Films entstandener Gesprächsband gegenüber Miranda Julys übrigen Romanen und Filmen auf, findet Rezensentin Elisabeth Forster: Projizieren jene eine Vielzahl von "Spleens und Neurosen" auf wenige einzelne und damit konstruiert wirkende Figuren, finden sich im Buch die Ticks gleichberechtigt auf viele, dafür aber echte Menschen verteilt. Kennengelernt hat Miranda July ihre Gesprächspartner, indem sie auf deren teils kuriose Kleinanzeigen im "Pennsayer"-Heft reagiert und mit ihnen ins Plaudern gekommen ist. Entdeckt habe die Autorin dabei Menschen in "unendlicher Einsamkeit", die die Leere ihres Lebens "mit den absurdesten Dingen" füllen. Besonders schätzt die Rezensentin Julys Talent, tragikomische Geschichten "aufzuspüren", sehr gerne verzichtet hätte sie allerdings auf die eingestreuten Lebensweisheiten der Autorin zwischen den einzelnen Gesprächen.
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