1 CD, 80 Minuten Laufzeit. Im Interview mit Hubert Fichte erzählt Lil Picard, die "große Pop-Mutter", "Muse der amerikanischen Avantgarde", "Großmutter der Hippies" und "Gertrude Stein der New Yorker Kunstszene", ihre Lebensgeschichte - von detaillierten Beschreibungen ihrer alltäglichen Rituale, über die Entwicklung ihrer eigenen künstlerischen Arbeit bis zu ihrer Freundschaft und Zusammenarbeit mit Andy Warhol.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.06.2007
Es ist nicht so, meint Rezensentin Barbara Catoir, dass man in diesem Interview zwischen dem Schriftsteller Hubert Fichte und der Grande Dame der Avantgardekunstkritik Lili Picard wirklich Neues erführe. Ausführlich hat Picard anderswo selbst berichtet von ihrem Leben, das 1899 begann und nach Jahren im Berlin der zwanziger Jahre, in der Umgebung von George Grosz, Else Lasker-Schüler, Kurt Schwitters und anderen dann seit 1935 im Exil in New York sich fortsetzte. Sie lernte Andy Warhol kennen und schätzen, sie berichtete als Kunstkorrespondentin unter anderem für die "Welt" von den aktuellen Tendenzen in der Neuen Welt. Faszinierend ist dies nun auf CD nachzuhörende Interview, so Catoir, dennoch. Weil es "lebendig" sei und sogar der Komik nicht entbehre. Das hat für die Rezensentin sehr viel damit zu tun, dass Fichte nicht daran dachte, die Begleitgeräusche des Sprechens wegzufiltern - dass sie gelegentlich das eigentliche Gespräch übertönen, habe ihm wohl gerade gefallen. Und so ist, rühmt die Rezensentin, ein atmosphärisches Bild einer Person und des Milieus entstanden, in dem sie sich bewegte.
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