Nach Pisa ist viel die Rede von der mangelnden Lese- und Schreibfähigkeit von Kindern. Dabei könnte das Erlernen dieser Fertigkeiten ein Kinderspiel sein, lustig, spannend und aufregend. Wenn man nur immer wüsste, was das "richtige" Buch für welches Kind ist. Ein Leitfaden für Eltern, Lehrer, aber auch Kinder, die schon selber lesen können, kann da eine große Hilfe sein. Ein solcher Leitfaden ist dieses Buch.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 05.11.2003
Sybill Gräfin Schönfeldt findet die zusammengetragene Liste der Bücher, die Kinder unbedingt lesen sollte, ziemlich ärgerlich: "Selbst ein Blick in die eigene Backlist [des herausgebenden Verlages] hätte 'Besseres' entdeckt". Sie gesteht der Autorin Monika Osberghaus gerne zu, dass man über einzelne Titel durchaus unterschiedliche Meinung sein kann. Doch letztendlich findet sie große Teile von Osberghaus' Kanon nicht nachvollziehbar - und ärgert sich andererseits über etliche Auslassungen. Letztendlich kommt Schönfeldt zu einem salomonischen Urteil: "Ich glaube, der Hauptzweck einer solchen Sammlung ist das, was den Leser aufstört und ärgerlich und unzufrieden macht." Das kann ihrer Meinung dann zur produktiven Grundlage dafür werden, dass jeder sich selber Gedanken darüber macht, was er den eigenen Kindern zur Lektüre antragen will.
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