Herausgegeben und kommentiert von Mark Lehmstedt unter Mitarbeit von Katrin Löffler. Christian Felix Weiße (1726-1804) hat sein Leben gewissermaßen mit der Feder in der Hand verbracht. Der Mitbegründer der deutschen Oper sowie der deutschen Kinder- und Jugendliteratur war als Lyriker, Dramatiker und Librettist sowie als Zeitschriftenherausgeber, Kritiker und Übersetzer ungemein produktiv. Zugleich war Weiße bestens in der Gelehrtenrepublik seiner Zeit vernetzt und führte einen halb Europa umspannenden Briefwechsel. Von seinen 25.000 oder mehr Briefen sind heute nur noch gut 600 auffindbar. Die Ausgabe enthält Briefe u.a. an Gotthold Ephraim Lessing, Johann Gottfried Herder, Johann Joachim Winckelmann, Johann Wilhelm Ludwig Gleim, Jean Paul, Friedrich Nicolai, Karl Wilhelm Ramler, Friedrich Justin Bertuch, Johann Peter Uz, Moritz August von Thümmel, Wilhelm Gottlieb Becker, Carl August Böttiger, u.v.a.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 20.04.2022
Rezensent Alexander Kosenina scheint angefixt von Christian Felix Weiße und seinen Netzwerkerfähigkeiten zur Zeit der Berliner und Leipziger Aufklärung. Schon die Vorstellung des Rezensionswesens um 1800 und seiner Fraktionen im Umkreis der von Weiße herausgegebenen "Bibliothek der schönen Wissenschaften", die ihm die Briefausgabe vermittelt, macht die Lektüre für Kosenina wertvoll. Zu kritisieren hat der Rezensent das Fehlen von Briefnunmmern im Personenregister und die Ermangelung einer genaueren Einordnung all der vorkommenden Namen und Gruppen etwa in einem entsprechenden Nachwort.
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