Birgit Dankert

Michael Ende

Gefangen in Phantásien (Ab 16 Jahre)
Cover: Michael Ende
Lambert Schneider Verlag, Darmstadt 2016
ISBN 9783650401229
Gebunden, 320 Seiten, 24,95 EUR

Klappentext

Birgit Dankert hat für diese Biografie umfangreiches Archivmaterial ausgewertet und mit Weggefährten gesprochen. Sie zeichnet Endes Leben nach: die Kindheit in München, den Zweiten Weltkrieg, das Scheitern auf der Bühne, den Durchbruch als Autor, Krise und Neuanfang in späten Jahren. Das Resümee ist nicht ohne Tragik. Michael Ende sah sich als Künstler, doch die ersehnte Anerkennung als Theaterautor und Regisseur blieb ihm versagt. Er bediente mit seinen weltanschaulichen Botschaften die Erwartungen der Fans und blieb gefangen in einer fremden Rolle.

Rezensionsnotiz zu Die Welt, 23.02.2016

Als Genugtuung für Michael Ende versteht Barbara Möller diese Biografie, in der Birgit Dankert sehr klar herausarbeite, mit welcher Verachtung der literarische Betrieb dem Schriftsteller lange Zeit begegnet ist - und wie sehr dieser darunter gelitten hat. Entweder wurde er als Jugendbuchautor ignoriert (MRR: Das Werk Michael Endes ist mir nicht bekannt."), als Eskapist angegriffen (Erich Kuby sah in der "Unendlichen Geschichte" Herrlichkeiten, Kuriositäten und Schrecken" wie in einer Zigarettenwerbung). Dass er sich in den aufgeregten Siebzigern irgendwann doch zu einem politischen Engagement bemüßigt fühlte, konnte nicht gut gehen, lernt die Rezensentin von Dankert, die sich in ihrem Buch vor allem auf die zweite Lebenshälfte konzentriert, in der Ende immer größere Erfolge und immer heftigere Anfeindungen aushalten musste.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.02.2016

Julia Voss liest Birgit Dankerts für Menschen ab 16 konzipierte Biografie über Michael Ende mit Gewinn, Leben und Werk des Autors kann ihr die Autorin mit großer Kenntnis und unter Zuhilfenahme von Endes Nachlasses vermitteln. Dass sie so zu einer Innenperspektive gelangt, die für den Leser überraschende Details zu Endes Ängsten und seinem Sexualleben bereithält, ungeschönt, aber auch nicht kompromittierend, wie Voss schreibt, findet die Rezensentin bemerkenswert. Vom Märchenonkel Ende bleibt da nicht viel übrig, meint sie.

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