Aus dem Englischen von Matthias Jäschke. Mit Illustrationen von Rebecca Green. Irma ist traurig. Sie hat Supsi verloren, ihre liebste Puppe. Herr Kafka erspürt Irmas Not und beginnt zu erzählen. Dass die Puppe auf Weltreise ist und ganz bestimmt Briefe schicken wird. Und tatsächlich. Tag für Tag bringt Herr Kafka Briefe von Supsi mit. Die Puppe berichtet von Abenteuern in fernen Ländern, von Croissants zum Frühstück, Tee mit Peter Hase und den Pyramiden in Ägypten. Ein großer Trost für Irma! Aber sie weiß jetzt auch, dass Supsi nicht wiederkommt. Auch Herr Kafka bringt eines Tages keine Briefe mehr.
Auch der Kinder- und Jugendbuchmarkt lässt sich das Kafka-Jahr nicht entgehen, einige Neuerscheinungen stellt Rezensentin Maria Riederer vor. Darunter das Bilderbuch "Herr Kafka und die verlorene Puppe" von Larissa Theule und Illustratorin Rebecca Green, das die Legende aufgreift, die Dora Diamant überlieferte, vielleicht sogar erfand: Kafka soll einem Mädchen, das über seine verlorene Puppe weinte, fortan Briefe aus aller Welt im Namen eben jener Puppe geschrieben haben. Theules behutsames Vorgehen und ihre Einordnung der Geschichte findet die Kritikerin gelungen, auch das "progressive Frauenbild", das die Autorin der Puppe erlaubt, gefällt ihr. Viel Lob bekommen auch die zurückgenommenen Illustrationen in "herbstlicher Farbigkeit" von Rebecca Green.
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