Aus dem Norwegischen von Stefan Pluschkat. Mit zahlreichen farbigen Abbildungen. In den letzten zehn Jahren ist Morten Traavik mehr als zwanzig Mal nach Nordkorea gereist, dem abgeschottetsten Land der Welt, als offizieller Kulturattaché Norwegens. In Zusammenarbeit mit den notorisch verschlossenen Behörden gelangen ihm bahnbrechende Projekte - wie das erste Rockkonzert auf nordkoreanischem Boden - bis zum Herbst 2017, als er alle Beziehungen zum Land kappte. Jetzt erzählt er, was er erlebt hat: Durch die unerwartete Freundschaft mit einem nordkoreanischen Staatsdiener dringt Traavik immer tiefer in die Irrungen und Wirrungen dieses Landes ein, bis der Regierung seine kontroversen und subversiven Ideen zu weit gehen Traavik erzählt von den banalen und extravaganten Seiten Nordkoreas, vom Ground Zero der entmilitarisierten Zone an der Grenze zu Südkorea über die Hauptstadt Pjöngjang bis zum Fluss Yalu, der Brücke zum großen Nachbarn China. Er gibt ebenso Einblicke in die komplexe Geschichte des Landes und seiner Herrscher wie in den Alltag der Bevölkerung - und deren täglichen Kampf um ein normales Leben im Schatten der Kim-Dynastie.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 11.07.2020
Den Geschmack von kalten Pjöngjang-Nudeln darf Rezensentin Nana Brink sich nur vorstellen, alle anderen Vorzüge, besser: Klischees über Nordkorea serviert ihr Morten Traavik ausführlich und nachvollziehbar mit Ironie und aus intimer Kenntnis des Landes, das er als norwegischer Kulturattaché ausgiebig bereisen durfte, wie die Rezensentin weiß. Brink liest über das Revolutionsmuseum, über die Propagandasprache der allgegenwärtigen Aufpasser, die Tristesse der Provinz und eine Hauptstadt mit Millennnials und Smartphones, aber ohne Google.
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