Erika Fatland

Die Grenze

Eine Reise rund um Russland, durch Nordkorea, China, die Mongolei, Kasachstan, Aserbaidschan, Georgien, die Ukraine, Weißrussland, Litauen, Polen, Lettland, Estland, Finnland, Norwegen sowie die Nordostpassage
Cover: Die Grenze
Suhrkamp Verlag, Berlin 2019
ISBN 9783518469743
Kartoniert, 623 Seiten, 20,00 EUR

Klappentext

Aus dem Norwegischen von Ulrich Sonnenberg. 14 Staaten, mehr als 20.000 Kilometer. Die Journalistin Erika Fatland reist entlang der schier endlosen Grenze Russlands. Von Nordkorea über den Kaukasus, das Kaspische und das Schwarze Meer. Durch die Ukraine und die Staaten Osteuropas geht es bis zur russisch-norwegischen Grenze - nach 14 Staaten und über 20.000 Kilometern stößt sie dort auf die Arktis. Doch hier endet die Reise nicht etwa. Erika Fatland fährt im "Arktischen Sommer" entlang der Nordostpassage von Kirkenes aus vorbei an Franz-Josef-Land und Sewernaja Semlja bis zur tschuktschischen Hauptstadt Anadyr - und hat damit das flächenmäßig größte Land der Welt einmal umrundet.Erika Fatland, Autorin des Bestsellers Sowjetistan, begegnet an der Grenze zu Russland den unterschiedlichsten Menschen -Taxifahrern, Geschichtsprofessoren, Rentierhirten und anderen. Sie hört zu, stellt Fragen, sammelt Geschichten.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 02.09.2019

Renate Nimtz-Köster bewundert Erika Fatland für ihre unterhaltsamen wie feinsinnigen und ausgewogenen Reportagen. Das Resultat einer Reise zu Fuß, zu Pferd, mit Bahn und Fähre an Russlands Grenzen und Nachbarstaaten entlang ist für sie fesselnde Lektüre, klug und zurückhaltend, wenn die Autorin mit Taxifahrern, Professoren, Soldaten, Goldgräbern, Rentierhirten in Kasachstan, Abchasien, China oder in ihrer Heimat Norwegen über ihre Erfahrungen mit dem Nachbarn Russland plaudert. Wie Geschichte durch Geschichten erlebbar wird, kann der Leser hier erfahren, verspricht die Rezensentin.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.07.2019

Mit Interesse, wenn auch vielleicht nicht Begeisterung hat Rezensentin Sofia Dreisbach dieses Buch gelesen, das einerseits aus Reiseimpressionen, andererseits aus historischen Exkursen besteht. Die Autorin Erika Fatland ist die russische Grenze entlanggereist. Sie sei eine professionelle Reisende, sagt die Rezensentin. Sie sei mit Rucksack unterwegs, reise meist in der Bahn, steige in einfachen Hotels ab. Die von Fatland geschilderten Begegnungen mit Menschen gefallen der Rezensentin gut, auch wenn dem Leser ihrer Kritik nicht ganz klar wird, was der Obertonsänger in der Mongolei mit Russland zu tun hat. Die Exkurse erscheinen der Rezensentin mal lehrreich, mal den Lesefluss bremsend. Insgesamt gibt sie aber eine Leseempfehlung.

Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk Kultur, 17.06.2019

Was für eine Reise!, staunt Olga Hochweis. Erika Fatlands Bericht von ihrer Tour entlang der russischen Grenzen scheint ihr ein einziger Superlativ zu sein. Ob mit Rentierschlitten, Propellermaschine oder mongolischem Pferd, die Autorin ist unermüdlich unterwegs und liefert Details, Fakten und Historisches, so viel, so akribisch, dass die Rezensentin mitunter ermüdet. Schade, findet sie. Weniger Einzelheiten und mehr über die Begegnung mit den Menschen der Grenzregionen, die von russischer Machtpolitik zu erzählen wissen, hätte ihr die Lektüre noch reizvoller gemacht.

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