Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 10.08.2000
Zwischen Dürrenmatt und Otto F. Walter, zwischen Güllen und Jammers verortet Roman Bucheli das Erzähldebüt der 1959 geborenen Autorin. In fünf andeutungsweise miteinander verbundenen Episoden beschreibt sie das Leben in der Provinz zu einer Zeit, als man noch mit Kommunistenhatz und Bilderstürmerei beschäftigt war. Die von Hostettler gezeichneten Figuren lässt Bucheli als nuancenreich gelten, den ausgeleuchteten gesellschaftlichen oder politischen Hintergrund empfindet er als zu schematisch. Die eigentliche Krux sieht Bucheli jedoch in der Unentschiedenheit der Autorin, die sich nicht entscheiden konnte, ob sie Milieustudien betreiben oder parodistische Parabeln schreiben wollte. Dennoch, so Bucheli, ein vielversprechendes Debüt.
Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Karl Ove Knausgard: Arendal Aus dem Norwegischen von Paul Berf. Wo ist dein Platz im Leben? Wohin gehörst du? Wo liegen deine wahren Gefühle?Wir schreiben das Jahr 1976. Syvert Løyning ist nach einer…