Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 10.08.2000
Zwischen Dürrenmatt und Otto F. Walter, zwischen Güllen und Jammers verortet Roman Bucheli das Erzähldebüt der 1959 geborenen Autorin. In fünf andeutungsweise miteinander verbundenen Episoden beschreibt sie das Leben in der Provinz zu einer Zeit, als man noch mit Kommunistenhatz und Bilderstürmerei beschäftigt war. Die von Hostettler gezeichneten Figuren lässt Bucheli als nuancenreich gelten, den ausgeleuchteten gesellschaftlichen oder politischen Hintergrund empfindet er als zu schematisch. Die eigentliche Krux sieht Bucheli jedoch in der Unentschiedenheit der Autorin, die sich nicht entscheiden konnte, ob sie Milieustudien betreiben oder parodistische Parabeln schreiben wollte. Dennoch, so Bucheli, ein vielversprechendes Debüt.
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